Amerika

Vom Kolonialporträt bis zur Moderne: Amerikanische Künstler·innen suchten ein eigenes Bild ihres jungen Landes – seiner Menschen und seiner gewaltigen Natur.

Die Zeit

Die Vereinigten Staaten erklärten 1776 ihre Unabhängigkeit und dehnten sich im 19. Jahrhundert bis zum Pazifik aus – auf Kosten der indigenen Völker. Der Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 beendete die Sklaverei, doch Rassentrennung und Diskriminierung blieben. Eisenbahn, Industrie und Einwanderung ließen Städte wie New York und Chicago wachsen; reiche Sammler gründeten große Museen.

Was die Kunst wollte

Frühe Porträtmaler hielten Kaufleute und Staatsgründer fest. Die Maler der Hudson River School wie Thomas Cole und Frederic Church feierten die Wildnis als erhabene, nationale Landschaft. Winslow Homer zeigte Fischer, Soldaten und das Meer, Impressionisten wie Childe Hassam das moderne Stadtleben. Afroamerikanische Künstler wie Henry Ossawa Tanner fanden – oft gegen große Widerstände – internationale Anerkennung.

Woran man sie erkennt

  • Weite, lichtdurchflutete Landschaften mit sehr kleinen Menschen.
  • Klare, sachliche Porträts mit wenig Pose.
  • Das Meer und das Leben an der Küste als großes Thema.
  • Um 1900: impressionistische Stadtansichten von New York und Boston.

Zeitleiste

  • 1776: Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten.
  • 1836: Thomas Cole malt „Der Oxbow“, eine Flussschleife im Connecticut-Tal.
  • 1859: Frederic Church zeigt „Das Herz der Anden“ – Tausende stehen Schlange.
  • 1865: Ende des Bürgerkriegs; die Sklaverei wird abgeschafft.
  • 1913: Die „Armory Show“ in New York bringt die europäische Moderne nach Amerika.

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