Saal 112
Jean Siméon Chardin
1699–1779, Frankreich (Paris), Rokoko, Genre- und Stilllebenmalerei
Chardin malte, was andere übersahen: einen Krug, ein paar Früchte, ein Kind, das ein Kartenhaus baut, eine Magd bei der Arbeit. In einer Zeit, in der die Pariser Akademie Geschichts- und Götterbilder am höchsten schätzte, zeigte er die Stille gewöhnlicher Augenblicke – mit weichem Licht und dichtem, fast körnigem Farbauftrag. Der Schriftsteller Denis Diderot nannte ihn einen Zauberer.