Das Kartenhaus
Jean Siméon Chardin, wahrscheinlich 1737
- Künstler
- Jean Siméon Chardin
- Datierung
- wahrscheinlich 1737
- Gattung
- Gemälde
- Technik
- Öl auf Leinwand
- Maße
- 82,2 × 66 cm
- Sammlung
- National Gallery of Art, Washington
- Lizenz
- Gemeinfrei, CC0
Bildbeschreibung
Dieses Gemälde im Hochformat zeigt etwa ab dem Schoß einen jungen Menschen mit braunem Haar und pfirsichfarbenem Teint im Profil nach links, der sich über einen Tisch beugt und gefaltete Spielkarten in einer Reihe aufstellt. Vor dunklem Hintergrund locken sich die langen braunen Haare über den Ohren und sind im Nacken mit einem marineblauen Band zusammengebunden. Er hat eine sanft abfallende Nase, geschlossene rosa Lippen, eine gerötete Wange und blickt mit gesenkten Lidern auf die Tischplatte. Er trägt einen kastanienbraunen langärmeligen Rock mit dunkelblauer Schärpe über der Brust. Das weiße Hemd schaut am Hals und an den Handgelenken hervor, das ziegelrote Ärmelfutter ist am rechten Handgelenk umgeschlagen. Der Holztisch ist mit petrolblauem Stoff bezogen, nahe seiner linken Hand liegen drei Münzen. In dieser Hand hält er drei ineinandergesteckte Karten, mit der rechten setzt er die letzte von zehn Karten, die wie Dominosteine in einem Bogen vor ihm stehen. In den gebogenen Karten sieht man rote Karos und Herzen. In einer Schublade an der Tischseite liegen ein Herzbube und ein Papier oder eine weitere Karte. Signiert unten rechts in Dunkelbraun: „J. Chardin.“